DRESDENER STRASSE

Dachgeschossausbau, Gründerzeitgebäude
Berlin-Kreuzberg, LPH 1-8, 2014

Jürgen Klopp, der Trainer von Borussia Dortmund, sagte einmal, dass es im Fußball vor allem darum gehe, Chancen zu kreieren, um nichts anderes, Tore würden dann schon irgendwie und irgendwann fallen. Was für den Fußball richtig ist, muss für die Architektur nicht falsch sein, der Dachgeschossausbau in der Dresdener Straße 177 kann als Beweis für diese These herhalten: Hier wurden Chancen kreiert, von denen man nicht einmal ahnte, dass es sie gibt. Denn jedes Mädchen, jeder Junge, träumte doch damals, im Elternhaus, im viel zu kleinen Kinderzimmer davon, wie es wäre, wenn der Vater doch einfach den Dachboden ausbauen würde – runter mit dem Gerümpel, mehr Licht, neuer Boden, Wände streichen, fertig. Nie ging dieser Traum in Erfüllung, und wenn doch, wurde er zum Albtraum, weil die einfachsten Dinge eben manchmal die schwierigsten sind.

Projektteam

Jan Wiese

Fotos: Udo Meinel

Durch den Dachgeschossausbau konnten zwei weitere Wohneinheiten in das bestehende Mehrfamilienhaus integriert werden.

Die Außenwände sind mit weißen Faserzementplatten verkleidet und heben sie deutlich vom Bestandsgebäude ab.

Dachgeschoss
Dachaufsicht

Das Zentrum der Wohnungen bildet ein weitläufiger Wohnraum mit offenem Kochbereich und Galerie. Darüber hinaus gibt es ein separates Schlafzimmer und ein Wannenbad. Die beiden Wohnräume sind als längliche Riegel durch das Dachgeschoss gesteckt und können von zwei Seiten belichtet werden. Eine freistehende Treppe führt auf eine Galerie, über welche die großzügigen, zum Hof gelegenen Dachterrassen erreicht werden. Die Besonderheit des Projektes liegt in der Offenheit der realisierten Wohnungen. Wohn-Arbeits- und Essbereich, sowie die Küche sind räumlich nicht von einander getrennt. Doch auch ohne Wände gelingt bei dem Projekt eine sinnvolle Raumzonierung, beispielsweise durch die höhergelegene Galerie, oder die verschiedenen Lichtsituationen.

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